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Allgemeines zum Thema Asyl

Foto: Timo Klostermeier, pixelio

Warum flüchten Menschen?
Auf der ganzen Welt gibt es über 44 Millionen Menschen die sich auf der Flucht befinden. Es gibt viele Gründe, warum diese Menschen ihr Heimatland verlassen. Verfolgung, Folter, Vergewaltigung, Krieg und Bürgerkrieg, drohende Todesstrafe und allgemein Verletzungen der Menschenrechte stellen dabei die wichtigsten Gründe dar.

Warum kommen sie nach Europa bzw. Deutschland?
Viele Flüchtlinge versuchen in die Europäische Union zu fliehen, denn dort haben sie Anspruch auf Asyl – zumindest viele von ihnen.

Aus welchen Ländern kommen die Flüchtlinge?
Afghanistan, Aserbeidschan, Armenien, Äthiopien, Eritrea, GUS/ Russische Föderation, Iran, Irak, Kosovo/ Serbien, Libanon, Pakistan, Palästina, Somalia, Syrien, Türkei, , Kasachstan, Vietnam, Georgien, Tschetschenien …..

Wie kommen sie nach Deutschland bzw. Schweinfurt?
Es gibt faktisch kaum einen legalen Weg für Flüchtlinge, um politisches Asyl in Deutschland zu beantragen. In der Regel kommen sie nur mit Hilfe organisierter Fluchthelfer (Schlepper, Schleuser) illegal nach Deutschland. Manche kommen mit dem Flugzeug nach Deutschland, andere drängen sich in winzigen Booten zusammen und verstecken sich in Lastwagen. Häufig ertrinken, verdursten oder ersticken sie auf der Flucht.

Wie läuft ein Asylverfahren ab?
Wenn Flüchtlinge z. B. Deutschland erreicht haben, haben sie das Recht auf ein Asylverfahren. Ab Asylantragstellung beim „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ leben sie erst einmal in einer Aufnahmeeinrichtung (z. B. Zirndorf). In der Regel wohnen sie maximal für die ersten drei Monate dort, bis sie einer bestimmten Stadt oder einem Landkreis zugewiesen werden. Ihr Aufenthalt ist für die Dauer des Asylverfahrens „gestattet“. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge trifft dabei die Entscheidung für oder gegen den Antrag. Eine Ablehnung kann über die Verwaltungsgerichte nochmals überprüft werden. Die Dauer eines Verfahrens kann sehr unterschiedlich sein. Von wenigen Monaten bis zu vielen Jahren.

Wie sind die Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland?
Flüchtlinge werden in Deutschland nach einem bundesweiten Quotensystem auf alle Bundesländer verteilt. Bis über ihr Asylverfahren entschieden wurde, müssen sie in Asylbewerberunterkünften leben. In Bayern müssen sie auch nach Ablehnung des Antrags gezwungenermaßen weiter in einer solchen Unterkunft bleiben.

Während der ersten 3 Monate in Deutschland herrscht für Flüchtlinge ein absolutes Arbeitsverbot. Im Anschluss  unterliegen sie der Arbeitsmarktprüfung der Agentur für Arbeit. In den meisten Fällen ist es den Flüchtlingen dadurch nicht möglich zu arbeiten.

Sie müssen zudem meist unter sehr beengten Verhältnissen leben, was oftmals zu psychischen Problemen führt und Kindern keine altersgerechte Entwicklung ermöglicht.

Wie viele Unterkünfte gibt es in der Umgebung?
In der Stadt Schweinfurt gibt es derzeit drei staatliche „Gemeinschaftsunterkünfte“. Weitere staatliche Unterkünfte, deren Träger die Regierung von Unterfranken ist, befinden sich in Bad Königshofen im Landkreis Rhön-Grabfeld sowie in Röthlein im Landkreis Schweinfurt.

Außerdem gibt es eine Vielzahl von dezentralen Unterkünften in einzelnen Orten in Trägerschaft des Landkreises Schweinfurt bzw. des Landkreises Rhön-Grabfeld.

Wie ist die finanzielle Situation der Flüchtlinge?
In Bayern muss ein Erwachsener als Haushaltsvorstand mit ca. 280,-€ monatlich seine soziokulturellen Bedürfnisse und sein Essen finanzieren.